Welche Verlegeform - vollflächige
Verklebung von Korkparkett oder schwimmende Verlegung von Kork-Fertigparkett?
Beide Verlegearten haben Vorteile. Wenn Sie schnell einen perfekt verlegten
Korkboden genießen wollen, bietet sich die schwimmende leimlose Verlegung
von Kork-Fertigparkett an. Hier entfallen aufwendigen Vorbereitungen des
Unterbodens und die Verleimung der einzelnen Dielen. Für besonders individuelle
Farbkombinationen oder die Verlegung von attraktiven Musterflächen eignen
sich hingegen Korkfliesen, die vollflächig verklebt werden. Dies gilt
ebenso für die Verlegung auf Treppen.

Welche Versiegelung
und welche Kleber sollen verwendet werden?
Besonders einfach ist der Einsatz von wohnfertig versiegeltem Kork-Fertigparkett.
Die Dielen werden leimlos verlegt und der Boden kann gleich nach der Verlegung
begangen und belastet werden.
Für die Verlegung von Klebekork werden sowohl
der Unterboden als auch die Fliesen mit Kork-Kontaktkleber eingestrichen.
Sie benötigen etwa 250 g Kleber pro m2. Fragen Sie nach emissionsarmen
Klebern.
Für die Versiegelung verwenden Sie für normal genutzte Räume
wie Wohnzimmer oder Schlafzimmer einen 1-Komponenten-Wasserlack und für
stärker genutzte Räume einen 2-Komponenten-Wasserlack. Ein geölter
Korkboden betont besonders die natürlichere Optik. Fragen Sie Ihren Fachhändler.
Achten Sie beim Kauf auch auf passendes Zubehör,
wie Sockelleisten und Türübergangsschienen. Damit Sie
lange Freude an Ihrem neuen Korkboden haben, verwenden Sie nur
die vom Hersteller ausdrücklich empfohlenen Pflegesysteme
und beachten Sie die Reinigungshinweise. Dadurch erhöhen Sie
deutlich die Lebensdauer Ihres neuen Bodens.

Kann Kork auch in Feuchträumen
verlegt werden?
Vollflächig verklebtes Korkparkett ist ideal für Feuchträume.
Voraussetzung ist neben einem geeigneten Unterboden eine professionelle Verlegung
und eine Versiegelung mit einem 2-Komponenten-Wasserlack. Auch die Kanten zu
den Wänden müssen geschützt sein, damit kein Wasser unter den
Korkboden dringen kann. Gerade im Badezimmer hat sich Kork aufgrund der Fußwärme,
der Elastizität und des angenehmen Gefühls beim Barfußlaufen
vielfach bewährt.

Ist ein Korkboden für
die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet?
Ja, denn obwohl Kork als gutes Isoliermaterial gilt, ist sowohl Klebekork als
auch Kork-Fertigparkett sehr gut für den Einsatz auf Warmwasser-Fußbodenheizungen
geeignet. Es vermindert nicht den Wärmedurchlass; ganz im Gegenteil, das
gute Wärmespeicherungsvermögen von Kork hilft sogar, die Heizung
mit geringeren Oberflächentemperaturen zu fahren als beispielsweise bei
kalten Belägen wie Keramik oder Laminat.

Muss bei der Verlegung von
Kork-Fertigparkett eine zusätzliche Dämmunterlage eingesetzt
werden?
Nein, denn Kork-Fertigparkett wird mit einer integrierten Kork-Dämmunterlage
ausgeliefert. Gemeinsam mit der Kork-Nutzschicht bewirkt sie eine gravierende
Verbesserung des Schallverhaltens des Bodenbelages. Eine zusätzliche Dämmunterlage
würde sowohl den nach unten wirkenden Trittschall als auch den Schall
innerhalb der Räume nur unwesentlich verbessern.

Hinterlassen schwere Gegenstände
Eindrücke im Kork?
Dank der einzigartigen Struktur des Korks mit seinen Millionen winziger Zellen
sind Korkböden sehr elastisch und haben ein hohes Rückstellvermögen.
Im Vergleich zu vielen anderen Bodenbelägen „erholt“ sich
ein Korkboden schnell von einem schweren Gegenstand und kehrt zu seiner Ursprungsform
zurück, so, als wäre nichts gewesen.

Ist ein Korkboden empfindlich?
Korkböden sind im Vergleich zu vielen anderen Böden unempfindlicher
und haben eine besonders lange Lebensdauer. Während ein ausgekipptes Glas
Wein oder ein Essensrest in einem Teppichboden meist Flecken hinterlässt,
kann bei einem Korkboden der Schmutz mit einem Tuch leicht entfernt werden.
Beachten Sie einfach folgende Tipps: Wird der Korkboden gemäß den
Verlegeanleitungen verlegt und die Oberfläche beim Klebekork richtig endversiegelt,
dann haben Sie den ersten Schritt getan, den Boden gut gegen Einflüsse
von außen zu schützen. Als weitere vorbeugende Maßnahmen versehen
Sie die Füße von Stühlen und anderen Möbeln mit Filzgleitern
und tragen Sie Möbel und andere schwere Gegenstände vorsichtig in
den Raum. In den Eingangsbereichen legen Sie Fußmatten aus, um Staub
und Schmutz abzufangen. Achten Sie darauf, dass Feuchtigkeit nicht lange auf
dem Boden steht, sondern schnell beseitigt wird. Wenn Sie den Boden dann noch
in regelmäßigen Abständen reinigen und pflegen, ist ein Korkboden
gut geschützt.

Welches Dekor, welche Farbe?
Die Auswahl an Dekoren und Farbtönen für Korkböden ist groß.
Erleichtern Sie sich die Auswahl, indem Sie Raumfotos und wenn möglich
Farb- und Materialmuster von Möbeln zum Fachhändler mitnehmen. Stellen
Sie sicher, dass vorhandene Farben mit dem neuen Boden harmonieren. Fragen
Sie nach Musterstücken zum Mitnehmen. So sehen Sie, wie die Farbe in Ihrem
Wohn- , Schlaf- oder Kinderzimmer wirkt. Prüfen Sie auch die Farbwirkung
bei Tages- und Kunstlicht.

Sind Sie Mieter oder
Eigentümer der Wohnung bzw. des Hauses?
Dies kann entscheidend sein für die Frage, wie viel Sie für den neuen
Korkboden investieren wollen. Unser Tipp: Für Mieter ideal ist leimlos
zu verlegendes Kork-Fertigparkett, da die Dielen wieder entfernt und in einer
anderen Wohnung neu verlegt werden können.
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